Akkuladegerät: Mit Akkus statt Batterieen die Umwelt schonen

Akkuladegeräte werden auch gern als Batterie Tankstellen bezeichnet, damit es nicht einen großen Verbrauch an Batterien gibt, ist so ein Ladegerät keine schlechte Idee. Zudem landen verbrauchte Batterien dann nicht auf dem Müll, denn Akkus können bis zu 1000mal geladen werden.

Allerdings ist Aufladen nicht gleich Aufladen, denn Akkus wollen gut behandelt werden, umso länger halten sie. In Bezug auf die Ladegeräte selber gibt es unterschiedliche Techniken, die auf verschiedene Arten arbeiten.

Woran kann ein gutes Ladegerät erkannt werden?

Praktisch jedes Ladegerät kann einen Akku laden, denn Strom schicken können sie alle. Es kommt jedoch auf die Art und Weise an, denn hierin besteht die Kunst, einen Akku so lange wie möglich nutzen zu können.

Der Unterschied liegt einfach in einem schlauen und einem nicht so schlauen Ladegerät. Die meisten schicken einfach nur Strom, wobei nicht erkannt werden kann, ob der Akku schon voll ist oder nicht. Die intelligenten Geräte allerdings zeigen an, auf welchem Level sich der Akku befindet. Zudem passen sie dank eines Prozessors den Ladestrom an und wissen auch, in welcher Verfassung der jeweilige Akku ist.

Universal Ladegeräte

Diese Geräte können in der Regel alle Größen von Akkus laden. Das reicht von einer Mikrozelle (AAA) bis zu einer Monozelle (D), viele sind sogar für 9 Volt Blöcke ausgelegt. Sie sind zudem nicht nur für Nickel- Cadmium- Batterien, sondern auch für Metall- Hybrid- Akkus geeignet.

Viele der Geräte besitzen einen Schalter, womit geregelt werden kann, welche Akku Größe sich im Gerät befindet, denn unterschiedliche Akkus können in der Regel nicht zusammen geladen werden.

Damit es keinen Memory Effekt gibt, sind die meisten Geräte dafür ausgelegt, dass Nickel- Cadmium- Akkus zuerst einmal voll entladen werden, bevor die eigentliche Aufladung beginnt. Die Universalgeräte können schon für relativ wenig Geld erworben werden, laden Akkus auch auf, sind aber nicht dazu geeignet, einen Schutz vor einem Überladen zu gewähren.

Diese Geräte sind für alle geeignet, die sich nicht darüber im Klaren sind, ob ein Akku nur halb oder ganz geladen wird, denn eine Anzeige über den eigentlichen Stand gibt es nicht. Somit kann ein Akku nur halb geladen oder sogar überladen sein, was im Endeffekt dazu führt, dass die Lebenserwartung des Akkus stark sinkt.

Das intelligente Ladegerät

Ein Akkuladegerät, das etwas kann, ist mit einem Prozessor ausgestattet. Der übernimmt sämtliche Berechnungen, die für den Ladezustand eines Akkus nötig sind. Sie können selber entscheiden, ob ein Akku erst einmal entladen werden sollte, und laden zudem so lange, bis der Akku seine volle Kapazität erreicht hat.

Sie sind so intelligent, das sie einen Akku nie überladen und das führt dazu bei, das der Akku lange genutzt werden kann. Wer sich ein Ladegerät zulegen möchte, sollte darauf achten, dass es mit einem Peak-Voltage-Verfahren arbeitet oder über eine Delta U-Erkennung verfügt.

Ein Ladegerät sollte immer ein Display aufweisen, an dem auch der Laie erkennen kann, welchen Zustand der Akku gerade hat. Allerdings gibt es auch unter den Geräten schwarze Schafe, die schon auf Grün stellen, noch bevor der Akku richtig voll ist. So kann ein Akku jedoch nicht seine volle Kapazität erreichen und macht dann natürlich schneller wieder schlapp.

Das Spezial- Ladegerät

Spezial Ladegeräte haben in der Regel ein Fassungsvermögen für drei oder vier Akkus, wobei nur eine oder maximal zwei unterschiedliche Batterietypen geladen werden können. In vielen Fällen sind das kleine Mignon- oder Mikrozellen. Zudem sind sie in der Vielzahl nur für Nickel- Hybrid- Akkus zu verwenden.

Vorteil von einem Spezialladegerät ist, es kann gut auf Reisen mitgenommen werden und sie sind überaus günstig in der Anschaffung. Nachteil ist, der nicht vorhandene Überladeschutz, es sei denn, der Verbraucher investiert in ein Gerät mit einem Prozessor.

Das Schnellladegerät

Wenn schon ein Ladegerät, dann bitte eines das schnell lädt, ist die Meinung vieler Käufer. Sie werden beworben, dass sie in nur wenigen Minuten einen Akku voll aufladen können. Taugen diese Schnellladegeräte wirklich etwas?

Bei vielen Geräten dauert das Aufladen wirklich nicht länger als 30 Minuten einige haben auch einen Prozessor und zudem sind sie auch praktisch. Der Nachteil allerdings ist, dass sie eine sehr hohe Ladung an Strom in die Akkus fließen lassen, dass wiederum kommt einem Akku nicht gerade zugute, denn dadurch verliert er einen großen Teil seiner Lebenserwartung.

Das Akkuladegerät mit integrierter Zeitschaltuhr

Diese erscheinen auf den ersten Blick ebenfalls äußerst praktisch zu sein, haben jedoch einen entscheidenden Nachteil, denn sie laden nur für eine eingestellte Zeit und stellen sich dann automatisch ab, egal, ob der Akku voll ist oder nicht. In der Regel verhält es sich so, dass kaum ein Akku vollgeladen wird und sie somit nicht ihre ganze Kapazität erreichen. Für den Nutzer ist nicht ersichtlich, wie lange der Akku halten wird.

Der Akku selber kann Schaden nehmen, denn entweder er wird überladen oder hat nicht genügend Kapazität. Wer sicher gehen will, ob das Gerät einwandfrei arbeitet, muss ein Akku- Prüfgerät dazu verwenden, was mit einem höheren Arbeitsaufwand verbunden ist.

Ist ein Akku Prüfgerät sinnvoll?

Wenn ein Akku bei einem Ladevorgang warm wird, ist das eigentlich in Ordnung, er sollte allerdings nicht heiß werden. Ist das der Fall, sollte der Akku lieber entsorgt werden, der Akku ist entweder kaputt oder überladen.

Feststellen kann jeder, ob mit seinem Akku alles in Ordnung ist, wenn er ihn nach dem Laden in die Hand nimmt und er sich nicht zu warm anfühlt. Ausnahme sind die Geräte, die einen eingebauten Kühler haben, dann dürfen die Akkus gar nicht warm werden. Allerdings sollten diese Geräte im Laden bleiben, denn auch sie können einen Akku stark schädigen, denn so bleiben auch defekte Akkus kühl und es kann nicht erkannt werden, welchen Zustand die Batterie tatsächlich hat.

Gute Geräte, die gar nicht viel teurer sind, haben eine Temperatur Überwachung. Diese sorgt dafür, dass ein Ladevorgang abgebrochen wird, wenn der Akku zu warm wird. Überladen können diese Geräte auf keinen Fall und somit ist auch die Lebenserwartung der Batterie auf ein hohes Maß gesichert.

Ein Ladegerät ist dann sinnvoll, wenn alle Batterien, die sich im Haushalt befinden, aufgeladen werden können. Wer sich viel im Ausland aufhält und sein Ladegerät mitnehmen möchte, sollte sich einen Adapter für ausländische Steckdosen zulegen.